DDIV Die Stimme
10.12.2015 - News

Bundeskabinett verabschiedet Energieeffizienzstrategie Gebäude

Die Bundesregierung hat sich auf eine neue Energieeffizienzstrategie Gebäude festgelegt. Sie verabschiedete das Grundsatzpapier vor wenigen Wochen im Bundeskabinett.

Die Strategie legt den Handlungsrahmen für die Energiewende im Gebäudebereich fest. Mit Hilfe unterschiedlicher Szenarien wird dargestellt, wie ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050 erreicht werden kann. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien soll die Energieeffizienz weiter vorangetrieben werden. Denn Gebäude spielen für die Energiewende und für das Erreichen der Klimaschutzziele eine große Rolle. Noch immer entfallen auf den Gebäudebereich rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen.

Die wichtigsten Elemente der Energieeffizienzstrategie sind die Weiterentwicklung bereits bestehender Maßnahmen wie Energieberatung, Förderung und Ordnungsrecht und die gezielte Einführung neuer Instrumente, um die Investitionsbereitschaft in energetische Gebäudesanierungen zu erhöhen.

Die Bundesregierung plant zudem einen Diskussionsprozess zu einzelnen Maßnahmen, um  Handlungsoptionen zu beraten. Auch soll innerhalb der „Energiewende Plattform Gebäude“, die mehrmals im Jahr die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie Vertreter der Länder zusammenbringt, darüber diskutiert werden.

WEG zwar erwähnt, aber nicht eigens berücksichtigt

Die Besonderheiten von Wohnungseigentümergemeinschaften im Zusammenhang mit energetischen Sanierungen wurden im Strategiepapier aufgegriffen. Herausgestellt wurde, dass energetische Sanierungen in der Regel am Gemeinschaftseigentum durchgeführt werden, dafür mehrheitliche Beschlüsse notwendig sind und die erforderlichen Investitionen häufig nicht allein aus Rücklagen finanziert werden können.

Allerdings ließ die Bundesregierung die Chance ungenutzt, in der Strategie und dem geplanten Maßnahmenpaket konkret auf diese Problematiken einzugehen und Lösungsansätze zur Überwindung der Hemmnisse in WEG aufzuzeigen.

Im Rahmen des Diskussionsprozesses wird sich der DDIV weiter als Interessenvertreter der Immobilienverwalter einbringen und verbesserte Rahmenbedingungen und Zuschussmodelle für WEG und Verwalter fordern. 

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