DDIV Die Stimme
07.12.2015 - News

Novelle KWK-Gesetz: Mieterstrom soll weiter gefördert werden

Mieter sollen weiterhin vom günstigen Strom eigener KWK-Anlagen profitieren können. Das sieht ein neuer Entwurf der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) vor, den der Bundestag in der vorvergangenen Woche verabschiedet hat.

Anders als noch im Vorentwurf sollen Anlagen, die in einem geschlossenen System Energiedienstleistungen erbringen und dafür die volle EEG-Umlage begleichen, bis zu einer Leistung von über 250 Kilowatt gefördert werden. Dies entspricht vornehmlich Anlagen, die zur Gewinnung von Mieterstrom in Wohnanlagen Verwendung finden.

Zu den weiteren Änderungen gehört die Anpassung des Förderrahmens, der bis Ende des Jahres 2022 verlängert wird. Damit erhalten Anlagenbetreiber ein höheres Maß an Planungssicherheit. Demnach wird die Förderung für Anlagen gewährt, die bis zum 31.12.2022 den Dauerbetrieb aufgenommen haben. Zudem soll die Förderung für Blockheizkraftwerke bis 50 Kilowatt Leistung wie gehabt bei 60.000 Stunden bleiben. Der vorherige Entwurf hatte eine Reduzierung auf 45.000 Stunden vorgesehen. Ein wirtschaftlicher Betrieb bleibt nun auch für kleinere Anlagen möglich.

Im Rahmen der Anhörungsmöglichkeit der Verbände hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), in deren Reihen der DDIV die Verwalterbranche repräsentiert, eine Stellungnahme zur Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (Drucksache 18/6419) eingereicht. Dabei wurde in erster Linie die noch nicht hinreichend gewürdigte Bedeutung des Mieterstroms hervorgehoben. Dessen Verwendung führt beim derzeit üblichen energetischen Standard zu einer spürbaren CO2-Minderung. Gleichzeitig profitieren Bewohner deutlich von den durch Mieterstrom gesenkten Strombezugskosten.

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