DDIV Die Stimme
16.12.2015 - News

Rentner von morgen wünschen sich Wohneigentum

 Die Rentner von morgen wissen schon jetzt, wie sie im Alter wohnen möchten: Eigentümer wollen auch künftig in den eigenen vier Wänden leben und selbst Mieter wünschen sich für das Alter Eigentum. Das hat eine Umfrage des bereits erwähnten Institutes der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) unter 50- bis 65-jährigen Großstädtern ergeben. Fast 41 Prozent der befragten Best-Ager gaben an, sich für ihre Alterswohnsitz einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten zu wünschen. Einen Aufzug hielten hingegen nur 29 Prozent für wichtig.

Der Bedarf an seniorengerechten, barrierereduzierten Wohnungen wird in Zukunft deutlich steigen. So müssen entsprechende Neubauten ebenso geschaffen werden, wie umgebaute Bestandswohnungen. Laut Berechnungen des IW Köln wird die Generation 65 Plus im Jahr 2030 rund 3 Millionen Wohnungen mehr bewohnen als noch die heutige Rentnergeneration. Und dennoch spielt altersgerechter Umbau in Eigentümergemeinschaften bislang kaum eine Rolle. Das belegt eine Befragung unter Immobillienverwaltern, die der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Jahr 2014 durchführte. Demnach sehen rund 94 Prozent der Verwalter im altersgerechten Wohnen keine Motivation für Eigentümer, Modernisierungen oder Umbauten vorzunehmen. Dabei spielt der Verwalter eine Schlüsselrolle, wenn es um altersgerechten Umbau geht. Seine Aufgabe ist es, Wohnungseigentümer für die Thematik zu sensibilisieren und sie über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von baulichen Anpassungen aufzuklären.

Zur IW-Studie: 305 Großstädter im Alter zwischen 50 und 65 Jahren wurden telefonisch interviewt. Die Erhebung wurde in Kooperation mit der BPD Immobilienentwicklung erstellt.


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