DDIV Die Stimme
Immobilienverwalter

Altersgerechter Umbau

In den nächsten Jahren gilt es, den demografischen Wandel zu bewältigen – auch für die Haus- und Immobilienverwalter. Die Wohnungswirtschaft muss sich auf gravierende Veränderungen mit zusätzlichen Investitionen einstellen.

Bereits heute sind rund ein Fünftel der Deutschen 65 Jahre und älter. Im Jahr 2020 steigt deren Anteil auf rund ein Viertel, 2050 sogar auf ein Drittel. Bis zum Jahr 2020 werden 3 Millionen altersgerechte und barrierefreie Wohnungen benötigt. Aktuell erfüllen jedoch nur 600.000 Wohnungen (1,4 %) diese Voraussetzungen. Dabei wünscht sich laut einer Umfrage von TNS Emid (2011) die Mehrheit der Bevölkerung so lange wie möglich eigenständig in den eigenen vier Wänden zu leben. Nur für ein Drittel käme ein altersbedingter Umzug in eine barrierefreie Wohnung in Frage.

Barrierefreiheit bisher kaum ein Thema in WEG

In Eigentümergemeinschaften spielt altersgerechter Umbau bis heute jedoch kaum eine Rolle. Das ergab eine Befragung des DDIV gemeinsam mit der KfW unter Immobilienverwaltern. Demnach sehen 94 % der Verwalter im altersgerechten Wohnen keine Motivation für Eigentümer, Modernisierungen oder Umbauten vorzunehmen.

Dabei werden in den deutschlandweit rund 1,8 Millionen Eigentümergemeinschaften ebenso altersgerechte Wohnungen benötigt. Zugleich gilt es, auch im Gemeinschaftseigentum Barrieren zu reduzieren. Der Verwalter spielt dabei eine Schlüsselrolle. Seine Aufgabe ist es, Wohnungseigentümer für die Thematik des altersgerechten Umbaus zu sensibilisieren und sie über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von baulichen Anpassungen aufzuklären. Damit ist der Verwalter Initiator und zugleich Lotse von altersgerechten Umbauten in WEG. Durch sein Engagement können Sanierungen vorangetrieben und umgesetzt werden.

DDIV-KfW-Publikation:

Flyer Energieeffizient Sanieren – Barrieren reduzieren

Der Flyer informiert über alle KfW-Fördermöglichkeiten für energetische Sanierungen und den altersgerechten Umbau speziell für Immobilienverwaltungen und WEG.

Stand September 2014

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