DDIV Die Stimme
30.03.2015 - News

Oettinger integriert Immobilienwirtschaft in seine digitalen Agenda

„Die Digitalisierung wird alle Sektoren und Bereiche revolutionieren" verkündete Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft gegenüber der BID in Brüssel. „Diese Revolution wird vor der Immobilie nicht Halt machen. So wie Wasser, Strom und Straße muss auch der digitale Anschluss an die Welt allgemein gesichert sein, um im privaten und beruflichen Leben zukunftsfähig zu bleiben", so Oettinger.

Das Thema trifft die Immobilienwirtschaft nicht unvorbereitet. Im Wohnungswirtschaftlichen Rat, der im Rahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beratend zur Seite steht, steht das Thema ebenfalls auf der Agenda. Insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel könne beispielsweise über smarte Technologien älteren Menschen oder Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden.

Dazu muss allerdings von staatlicher Seite insbesondere die Datensicherheit garantiert und der Infrastrukturausbau vorangebracht werden. Erste Schritte sind laut Oettinger hierzu in der Planung. Gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank sollen Finanzierungslücken beim Breitbandausbau geschlossen werden. Auch wolle man sich in der Staatengemeinschaft bald auf eine „europäische Kultur der Datensicherheit" verständigen.

Zum Thema Energie und Ressourceneffizienz tauschten sich die Mitglieder der BID mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Kommission aus den zuständigen Bereichen vor Ort aus. Für DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler war nicht erst seit diesem Treffen klar, dass Verwalterinteressen auch in Brüssel vorangetrieben werden müssen.