DDIV Die Stimme
03.04.2015 - News

Energieeffizienz und Wohnkomfort: Politik in der Pflicht

Wenn es um effiziente und gesunde Wohnräume geht, ist die Politik in der Pflicht. Das empfiehlt eine aktuelle Studie des Buildings Performance Institut Europe (BPIE) mit Sitz in Brüssel. Um dies sicherzustellen, sollen die regulatorischen Rahmenbedingungen verbessert werden und Aspekte wie Innenraumluftqualität, Wärmebehaglichkeit und Tageslicht, in die Bauvorschriften einfließen.

Für die Studie analysierte das BPIE die baurechtlichen Vorschriften von acht EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland. Laut des Institutes verbringen Menschen zwischen 60 und 90 Prozent ihres Lebens in Gebäuden. Entsprechend wichtig ist es, Innenraumluftqualität, Wärmebehaglichkeit sowie Tageslicht in Wohngebäuden sicherzustellen. Darauf würden allerdings die Bauordnungen nicht dezidiert eingehen. Dabei ist beispielsweise Tageslicht und Raumluft ein wichtiger Parameter für das Wohlbefinden. Dies ist insbesondere bei der energetischen Sanierung von Gebäuden relevant, da nach einer Modernisierung Gebäude zwar besser gedämmt aber auch luftdichter sind. Kriterien für Energieeffizienz baurechtlich festzulegen genügt daher nicht, vielmehr muss der Wohnkomfort berücksichtigt werden.

In der Bundesrepublik beispielsweise wird ein Mindestmaß an Lüftung empfohlen – eine genaue Vorgabe besteht nicht. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) empfiehlt Luftdichte und Luftaustausch, macht in der praktischen Umsetzung allerdings kaum verbindliche Angaben. Inwieweit die entwickelte DIN-Norm auch baurechtlich verankert werden kann, soll 2017 im Rahmen der EnEV Novelle geklärt werden.

Die komplette Studie des Buildings Performance Institut Europe (BPIE) steht » hier zum Download zur Verfügung.