DDIV Die Stimme
11.05.2015 - News

Wohnungsmarktprognose erwartet weniger Menschen und mehr Wohnungen

Das Bundesbauministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellten vor einigen Tagen ihre neue Bevölkerungs- und Wohnungsmarktprognose für 2030 vor. Dem Bericht zufolge wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2035 um 3 Prozent sinken auf 78,2 Millionen Menschen (2012: 80,5 Millionen). Wenngleich der Rückgang in der Gesamtheit gering ausfällt, so erwartet das BBSR regionale Unterschiede: Während vor allem ländliche Regionen in den kommenden Jahren einen deutlichen Bevölkerungsrückgang verzeichnen werden, wachsen die Metropolen sowie zahlreiche kleinere Groß- und Universitätsstädte weiter.

Ebenfalls Einfluss auf den Wohnungsmarkt haben veränderte Wohnpräferenzen: Obwohl 2035 weniger Menschen in Deutschland leben werden, wird die Zahl der privaten Haushalte noch leicht um zwei Prozent steigen. Nach den Berechnungen der Wohnungsmarktexperten beläuft sich der Neubaubedarf für das gesamte Bundesgebiet bis 2030 im Schnitt auf 230.000 Wohnungen pro Jahr. Bis 2020 rechnen die Wissenschaftler mit einem Bedarf von ca. 272.000 neuen Wohnungen jährlich.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks machte bei der Vorstellung der Vorausberechnungen deutlich, dass ein enormer Nachholbedarf beim Wohnungsbau besteht. Sie will daher die Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Großstädten weiter vorantreiben – unter anderem über das von ihr initiierte Bündnis für bezahlbares Wohnen, in dem der DDIV ebenfalls eingebunden ist. Als der Berufsverband der Immobilienverwalter vertritt er in dem Gremium die Anliegen von Wohnungseigentümern und professionellen Haus- und Immobilienverwalter.