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27.05.2015 - News

Google ignoriert veraltete Webseiten: Onlineauftritt für Smartphones und Tablets optimieren

Die Deutschen werden mobiler und surfen immer häufiger von unterwegs im Internet. Das ist das Ergebnis einer Studie von Adobe. Demnach kommt in Deutschland jeder 5. Klick (21,9 Prozent) im Internet von einem Smartphone oder Tablet. Ausgewertet wurden rund 100 Milliarden Besuche auf mehr als 3.000 Webseiten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Skandinavien und Benelux. Im Vergleich liegt Deutschland damit weiter im hinteren Mittelfeld, auch wenn es gegenüber dem Vorjahr mit einer Steigerungsrate von 7,3 Prozent deutlich aufholte.

Verweildauer bei Mobilgeräten besonders hoch

Besonders interessant dabei ist, dass die Verweildauer beim Surfen über Smartphones und Tablets erstaunlich hoch ist: Die durchschnittliche Zeitspanne, die ein Besucher auf einer Website verbringt (Zeitraum vom Aufrufen der Seite bis zum Beenden dieser) beträgt auf Mobilgeräten durchschnittlich 6,4 Minuten. Fast jeder zweite mobile Besucher ruft zudem mehr als eine Seite auf. Damit ist Deutschland Spitzenreiter im Bereich der Nutzungsdauer.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass eine Internet-Präsenz auch für Haus- und Immobilienverwaltungen zur Grundausrüstung gehört. Doch Vorsicht ist geboten: Webseiten sollten unbedingt für mobile Endgeräte optimiert sein!

Google strafft Webseiten ohne Mobiloptimierung ab

Die Nutzbarkeit von Webseiten für mobile Endgeräte spielt für das Google-Ranking eine entscheidende Rolle. Denn seit Ende April werden Webseiten, die nicht auch auf die Nutzung mit Smartphones und Tablets ausgerichtet sind, schlechter bewertet und damit bei den Google-Suchergebnissen niedriger gerankt – zumindest bei der Suche über Mobilgeräte.

Google begründet den Schritt damit, dass sie die Such-Algorithmen den sich veränderten Nutzungsgewohnheiten der Menschen anpassen.

Damit wird die „Mobil-Freundlichkeit" einer Website zu einem zentralen Kriterium im Google-Ranking. Es empfiehlt sich daher, den Webmaster oder die Internet-Agentur zu kontaktieren, um ggf. eine Anpassung Ihres Systems vorzunehmen.

Vorab können Haus- und Immobilienverwaltungen auch die Google-Testseite nutzen, die die mobile Nutzerfreundlichkeit Ihrer Website untersucht: http://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly

Wohnungsunternehmen zurückhaltend mit digitalen Angebot

Trotz der wachsenden Bedeutung digitaler und mobiler Angebote, sind die Unternehmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft noch zögerlich unterwegs. Einer Studie von DMK Innovations in Zusammenarbeit mit dem FOG-Institut für Markt- und Sozialforschung zufolge haben 72 Prozent der Wohnungsunternehmen schon einmal über ein digitales Geschäftsmodell nachgedacht. Jedoch nur ein Drittel der Befragten hat das Thema digitale Produkte und Services bisher aktiv in Angriff genommen. Lediglich fünf Prozent der 113 befragten Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften bieten bislang eigene Apps an. Social-Media-Kanäle werden nur in jedem vierten Wohnungsunternehmen für die Kommunikation mit potenziellen Kunden genutzt. Ein Grund für den zögernden Einsatz ist auch die Qualifikation der Mitarbeiter: Nicht einmal die Hälfte aller Befragten meint, dass das Qualifikationsniveau der eigenen Mitarbeiter für den Einsatz digitaler Technologien ausreicht. Lediglich 20 Prozent der Unternehmen tätigen gezielte Investitionen in digitale Angebote wie E-Mail-Newsletter und Mieterportale.

Dabei schreiben die Unternehmen digitalen Services grundsätzlich eine hohe Bedeutung für Marketing, Vertrieb und Vermietung zu. Knapp 40 Prozent gehen davon aus, dass jüngere Mieter die Dienstleistungen ihres Wohnungsunternehmens gerne auch mobil per Smartphone nutzen würden. Allerdings herrscht neben dem Mangel an geeigneten Strategien noch immer Unsicherheit über den tatsächlichen Bedarf bei Mietern.