DDIV Die Stimme
11.06.2015 - News

Wohngeldreform: Gesetzesentwurf stößt bei Verbänden auf breite Zustimmung

DerGesetzesentwurf zur Erhöhung des Wohngeldes wird von der Immobilienwirtschaft begrüßt. Das erste Mal seit 2009 sollen damit die Zuschüsse erhöht werden. Kritisiert wurde aber, dass das Wohngeld nicht dynamisch angepasst wird. In der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, hatten Verbände der Immobilienwirtschaft die Möglichkeit, sich zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Wohngeldreform zu äußern. Die Sachverständigen begrüßten die meisten der Neuerungen und sahen nur wenige „Fehlanreize".

Gleichzeitig sprachen sei sich aber dafür aus, dass auch die Mittel für den Wohnungsbau erhöht werden müssen, da die Lösung für drastisch steigende Mieten und höheren Wohnbedarf ein Mehr an Bautätigkeit sei.

Kritisiert wurde zudem die fehlende dynamische Anpassung des Wohngeldes und dass die frühere Heizkostenkomponente nicht mehr im Wohngeld enthalten ist. Ebenfalls auf überwiegende Missbilligung stieß die Tatsache, dass trotz der Erhöhung des Wohngeldes weniger Haushalte als 2009 erreicht würden.

Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht eine Erhöhung des Wohngeldes vor, das Bund und Ländern je zur Hälfte zahlen. Davon würden rund 870.000 Haushalte profitieren. Während bislang ein Zwei-Personen-Haushalt im Jahre 2012 durchschnittlich 112 Euro erhielt, sollen es nach der Reform durchschnittlich 186 Euro sein. Die letzte Wohngelderhöhung gab es 2009. Der Bundesrat muss dem Gesetzesentwurf noch zustimmen. In Kraft treten soll es zum 1. Januar 2016.