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06.07.2015 - News

Keine Erhöhungen vor Mietpreisbremse

Manche hatten es befürchtet: Heftige Mietpreiserhöhungen vor Einführung der viel diskutierten Mietpreisbremse. Doch nun zeigt eine aktuelle Erhebung des Immobilienportals immowelt.de, dass sich diese Annahme nicht bewahrheitet – einen flächendeckenden Erhöhungssog hat es demnach nicht gegeben. Die Mietpreise zeigten sich in den 14 größten deutschen Städten im Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich stabil oder stiegen nur gering.

So blieben die Mieten in der Bundeshauptstadt mit rund 9 Euro pro Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahr identisch. Eine deutlichere Mietsteigerung konnte Hamburg aufweisen. Hier haben die Mieten 11 Euro pro Quadratmeter sogar leicht überschritten, was ein Plus von 7 Prozent ausmacht. Und auch im Ruhrgebiet ist eine Mietsteigerung zu verzeichnen: Essen hat mit 6,50 Euro pro Quadratmeter rund 14 Prozent zugelegt. Spitzenreiter ist allerdings Stuttgart. Mit 12,70 Euro der Quadratmeter bringt es Schwabens Hauptstadt auf ein Plus von 20 Prozent.

Auch wenn die Steigerungen keine Flächenerscheinung sind, so haben sich die Mietpreise im Fünfjahreszeitraum spürbar verändert: War beispielsweise Berlin lange für günstige Mieten bekannt, so haben sich diese im Hauptstadtmarkt seit 2010 um 45 Prozent erhöht. Hier wurde die Mietpreisbremse bereits zum 1. Juni eingeführt. Und auch in Hamburg und in Teilen Nordrhein-Westfalens ist sie zum 1. Juli in Kraft getreten. Andere Landesregierungen haben der Mietpreisregulierung bereits eine Absage erteilt, andere hingegen prüfen derzeit ihre Umsetzung.