DDIV Die Stimme
03.07.2015 - News

BMUB fördert Entwicklung von Kleinstädten

Jenseits der bundesdeutschen Ballungszentren übernehmen die rund 900 Kleinstädte eine bedeutende Rolle für das Leben und Arbeiten ihrer Einwohner ebenso wie für das soziale Gefüge der meist ländlichen Regionen. Vermehrt sind sie aber dem enormen demografischen und wirtschaftlichen Wandel ausgesetzt. Um negative Auswirkungen zu verhindern, hat das Bundesbauministerium aktuell ein Modellvorhaben des experimentellen Wohnungs- und Städtebau gestartet. Die acht ausgewählten Städte werden drei Jahre lang von einem professionellen Forscherteam begleitet. Insgesamt hat das BMUB dafür rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Mit dem Modellprojekt sollen die förderwürdigen Kleinstädte in die Lage versetzt werden, den gegenwärtigen demografischen wie wirtschaftlichen Herausforderungen bestmöglich Stand zu halten. In dem mehrjährigen Prozess analysieren die Stadtentwickler die bestehenden Rahmenbedingungen und bringen in Zusammenarbeit mit den Bürgern/innen die individuellen, regionalen Entwicklungspotenziale zum Vorschein.

Der DDIV befürwortet das Vorhaben, das im Auftrag des BMUB vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) umgesetzt wird., und damit die Förderung der mehrheitlich strukturschwachen Gebiete. Allerdings regt der Verwalterverband an, die Bedeutung des privaten Wohnungseigentümers für einen ausgewogenen Wohnungs- und Städtebau nicht aus den Augen zu verlieren. Probleme des Leerstandes im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung bei privaten Eigentümern müssen dabei auch beachtet werden.