DDIV Die Stimme
22.07.2015 - News

Wohnungsbauförderung von drei Milliarden Euro gefordert

Um dem anhaltenden Wohnungsmangel in Ballungszentren nachhaltig Herr zu werden, fordert die deutsche Wohnungswirtschaft aktuell ein Drei-Milliarden-Euro-Programm des Bundes und der Länder. Damit könnte der Bau von 100.000 neuen Wohnungen über fünf Jahre gefördert werden. Das forderte kürzlich der BID-Vorsitzende und GdW-Präsident Axel Gedaschko. Künftig müssten jährlich rund 320.000 Wohnungen gebaut werden, um dem  steigenden Wohnungsbedarf - auch bedingt durch Zuwanderung - gerecht werden zu können. Demgegenüber steht die Fertigstellung von bundesweit lediglich 245.000 Wohnungen im Jahr 2014.

Bezahlbare Mieten dank Neubauförderung

Hohe Baukosten sind eine der größten Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft. Ohne öffentliche Förderung bleiben die Mieten für mittlere und untere Einkommensgruppen unerschwinglich, so der GdW. Mithilfe des geforderten Programms könnten allerdings Durchschnittsmieten nach Schätzung des GdW bei etwa 7,50 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden.

Energiesparauflagen begrenzen

Ein weiterer Faktor für steigende Baukosten sind die derzeitigen Energiesparauflagen. Werden diese sukzessive verstärkt, führt dies unweigerlich zu steigenden Bau- und Mietkosten. Der DDIV unterstützt den GdW bei seiner Forderung nach Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Neubau darf für Wohnungsunternehmen wie auch für private Eigentümer und Vermieter kein Minusgeschäft werden. Damit langfristig auch Mieter mit niedrigem Einkommen vom Wohnungsneubau profitieren, müssen Bund und Länder praktikable Förderprogramme auflegen.