DDIV Die Stimme
16.10.2014 - News

Berlin spendiert Baugrund: Mit bezahlbarem Neubau gegen Wohnungsknappheit

Die vor kurzem beschlossene Mietpreisbremse soll den ungebremsten Mietanstieg in Ballungszentren stoppen. Dass dies nicht die alleinige Lösung des Problems sein kann, darauf hat der DDIV immer wieder hingewiesen. Umso begrüßenswerter ist der Ansatz, der aktuell in Berlin verfolgt wird. Die Bundeshauptstadt hat landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften 27 Grundstücke kostenfrei zur Verfügung gestellt – mit der Auflage, ein Fünftel der rund 1.500 neuen Wohnungen zu einer Miete von 6,50 Euro den Quadratmeter auf den Markt zu bringen.

berhaupt schätzt der DDIV staatliche Hilfestellungen als ein mögliches Mittel ein, um Wohnungsneubau wieder erschwinglich zu machen. Wie in der vergangenen Ausgabe berichtet, hat das Pestel-Institut in Hannover gezeigt, wie sich verbesserte steuerliche Abschreibebedingungen, vergünstigtes Bauland sowie verbesserte Finanzierungskonditionen positiv auf die Mietpreise auswirken. Um bis zu 4,14 Euro pro Quadratmeter könnten die Kaltmieten in Neubauten so gesenkt werden. Als besonders effektiv schätzen die Experten die Einführung einer linearen Abschreibung (AfA) in Höhe von 4 Prozent jährlich ein.

Der DDIV als Spitzenverband der Haus- und Immobilienverwalter befürwortet dies und fordert Bund und Länder auf, zum einen dem Beispiel Berlin zu folgen und andere nachhaltige Anreize für mehr Investitionen zu schaffen, so beispielsweise auch die Wiedereinführung einer Sonder-Afa die auch den Besitzern von Eigentumswohnungen zugutekommen muss. Dies war auch Ergebnis einer Umfrage von DDIV und der KfW bei der es u.a. um Anreize zur energetischen Sanierung ging.