DDIV Die Stimme
27.08.2015 - News

Bauministerin Hendricks für steuerliche Erleichterungen im Wohnungsbau

Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat sich in einem Interview mit der Welt für zusätzliche Anreize für die Wohnungswirtschaft ausgesprochen.

Auch wenn die Zuständigkeit für den Wohnungsbau mit der Föderalismusreform 2006 an die Länder überging, will sie als Bundesministerin den Bau sozialer Wohnungen unterstützten. Sie schlägt daher vor, die Zuschüsse des Bundes an die Länder von aktuell jährlich 518 Millionen Euro bis zum Jahr 2019 mindestens zu verdoppeln. Diesen Vorschlag hat sie bereits dem Bundesfinanzminister unterbreitet. Entschieden sei bisher nichts, allerdings sei man sich einig, dass für den Wohnungsbau etwas unternommen werden müsse.

Darüber hinaus spricht sich die Ministerin für die Einführung einer zeitlich begrenzten degressiven Afa aus. Diese wäre vor allem in Gebieten mit Wohnungsknappheit angebracht. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, könnte diese z. B. in Gebieten greifen, in denen die Mietpreisbremse gilt. Zudem regt sie eine zeitliche Beschränkung bis 2019 an.

Weiter wies sie darauf hin, dass der Bund auch Konversionsflächen, die ehemals militärisch genutzt wurden, bereitstellen muss, um ausreichend Baugrund zu schaffen. Zugleich appellierte sie an die Kommunen und Gemeinden, Bauflächen schneller und entschlossener zur Verfügung zu stellen