DDIV Die Stimme
18.09.2015 - News

Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes

Planungssicherheit haben die Betreiber von Blockheizkraftwerken derzeit kaum, steht doch eine Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) an. Noch in dieser Woche wird der Kabinettsentwurf dafür erwartet. Dieser beinhaltet eine deutliche Benachteiligung der Anlagen, die sogenannten Mieterstrom zur Verfügung stellen. Dieser soll nicht mehr wie bisher mit 5,41 Cent pro Kilowattstunde (kWh), sondern lediglich mit 4 Cent gefördert werden.

Zudem soll die Dauer der Förderung angepasst werden: Derzeit liegt diese bei kleinen KWK-Anlagen bei zehn Jahren. Künftig werden die Anlagen mit bis zu 50 Kilowatt Leistung auf 45 000 Vollbenutzungsstunden - das entspricht gut fünf Jahren - begrenzt. Größere Anlagen sollen gar nicht mehr finanziell unterstützt werden. Damit bleibt den Betreibern kaum genügend Zeit, damit sich die Investitionen amortisieren können. Für dezentrale Stromerzeugung für Mieter in Wohnquartieren würde dies das Aus bedeuten. Darauf hat unter anderem auch der GdW hingewiesen.

Demgegenüber steht die Förderung des in einem Blockheizkraftwerk erzeugten Stromes, der dem allgemeinen Netz zugefügt werden soll: Betreiber erhalten hier einen Zuschlag von 8 Cent pro kWh.

Vorausgesetzt der Gesetzentwurf geht erfolgreich durch alle Gremien, soll die KWKG-Novelle bereits Anfang 2016 umgesetzt werden.