DDIV Die Stimme
27.10.2015 - News

Effizienteres Heizen dank regelmäßiger Informationen

Stehen Mietern Informationen zu ihrem Heizungsverbrauch regelmäßig zur Verfügung, wird um 16 Prozent weniger Energie benötigt als diejenigen, die über keine entsprechenden Informationen verfügen. Das ist ein zentrales Ergebnis des Modellvorhabens "Bewusst heizen, Kosten sparen" von Bundesbauministerium, dena, Deutschem Mieterbund und dem Energiedienstleister und DDIV-Premiumpartner ista.

Derzeit nehmen die Energiekosten einen Großteil der Gesamtmiete ein, die sogenannte zweite Miete steigt kontinuierlich. Wie das Pilotprojekt nun zeigt, kann diese mithilfe von passgenauen Verbraucherinformationen deutlich gesenkt werden. Zudem sensibilisieren sie die Verbraucher und führen zu einem bewussten Umgang mit Energie. Auch Mieter in der Nachbarschaft profitierten davon: So sank in den Gebäuden der Modellregionen – München, Berlin und Essen - der Heizungsverbrauch im Durchschnitt um zwölf Prozent, was auf den Austausch innerhalb der Mieterschaft und die Präsenz des Themas im Zuge des Modellvorhabens zurückzuführen ist.

Einsparpotential ist regional unterschiedlich

Die Verbrauchsentwicklung unterscheidet sich in den einzelnen Liegenschaften in München, Berlin und Essen deutlich. Während die Studienteilnehmer in München und Berlin deutliche Einsparerfolge vorweisen und weitgehend auch halten können, ist dies in den teilnehmenden Liegenschaften in Essen anders. Hier gelangen den Mietern nur geringe Einsparungen. Worauf die regionalen Unterschiede zurück zu führen sind, wird in der letzten Projektphase analysiert. Diese läuft bis zum Ende der aktuellen Heizperiode.

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Zum Hintergrund:
Im Modellvorhaben "Bewusst heizen, Kosten sparen" wenden derzeit 190 Haushalte in Liegenschaften aus den Jahren zwischen 1905 und 2009 ein Energiedatenmanagement an. Sie weisen einen für Deutschland typischen Sanierungsstand auf Das Vorhaben startete im Herbst 2013 und wird bis Mitte 2016 fortgesetzt. Um die entsprechenden Informationen zu erfassen, kommt das sogenannte Energiedatenmanagement zum Einsatz. Die Daten zum Heizungsverbrauch werden mithilfe von Funkzählern erfasst und digital durch den Energiedienstleister ista aufbereitet. Den Mieter wird dies über ein Internetportal oder auch per Post zur Verfügung gestellt. Auf dieser Grundlage können die Mieter selbst entscheiden, ob sie ihr Heizverhalten ändern.