DDIV Die Stimme
23.10.2015 - News

48 Prozent der Senioren sind unzufrieden mit Wohnungsangebot

Trotz der bevorstehenden Folgen des demografischen Wandels fehlt es in Deutschland an seniorengerechten Wohnungen. Diese Aussage ist nicht neu, wird aber nun auch von der Zielgruppe selbst eingeräumt, wie eine aktuelle Umfrage der TAG Immobilien AG und der TU Darmstadt ergab. Demnach sagen 48 Prozent der Befragten, dass sich der Hauseigentümer nicht ausreichend für die Barrierefreiheit einsetzt. Sogar jeder zweite bemängelt das Fehlen eines Fahrstuhles.

Aktuell gibt es in der Bundesrepublik rund 11 Millionen Seniorenhaushalte, von denen lediglich fünf Prozent als barrierefrei gelten. Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, müsse sich diese Quote deutlich ändern, so die Macher der Studie. Schließlich könne mit altersgerechtem Wohnraum und einem langen Verbleib in den eigenen Wänden dem drohenden Pflegenotstand aktiv entgegengewirkt werden. Neben Anpassungen baulicher Art vermissten die befragten Senioren auch spezielle Serviceangebote wie beispielsweise betreute Einkaufsfahrten. Auch spezielle Freizeitangebote werden gewünscht.

Barrierefreiheit bisher kaum ein Thema in WEG

In Eigentümergemeinschaften spielt altersgerechter Umbau bis heute kaum eine Rolle. Das ergab eine gemeinsame Befragung von Immobilienverwaltern des DDIV und der KfW. Demnach sehen 94 Prozent der Verwalter bisher im altersgerechten Wohnen keine Motivation für Eigentümer, Modernisierungen oder Umbauten in ihrem Eigentum vorzunehmen. Gleichzeitig müssen auch im Gemeinschaftseigentum, wie Eingangsbereich und Treppenhaus, Barrieren reduziert werden. Hier nimmt der Verwalter eine Schlüsselposition ein. Seine Aufgabe ist es nämlich, Wohnungseigentümer von der Dringlichkeit des altersgerechten Umbaus zu überzeugen und über die Möglichkeiten von baulichen Anpassungen aufzuklären.

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