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06.11.2015 - News

Wohnungspolizei in NRW auf Kontrollgang

Im vergangenen Jahr wurde das Wohnungsaufsichtsgesetz in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Es soll für menschenwürdige Wohnverhältnisse sorgen. Damit haben die verantwortlichen Wohnungsämter eine Handhabe, gegen Vermieter vorzugehen, die Wohnungen mit baulichen wie hygienischen Mängeln anbieten. Im einwohnerstärksten Bundesland haben die zuständigen Wohnungsämter bislang rund 2.500 Objekte kontrolliert. Allein in der Stadt Mönchengladbach begutachteten die Kontrolleure 230 Wohnungen. Der Spitzenplatz in NRW, wie die Westdeutsche Zeitung aktuell berichtet.

Feuchtigkeitsschäden sind am Häufigsten

Kontrolliert werden Sozialwohnungen und frei finanzierteImmobilien gleichermaßen. Die am häufigsten festgestellten Mängel sind Schimmel und Feuchtigkeitsschäden. Bußgelder mussten bislang noch nicht verhängt werden. Wer für die Behebung der festgestellten Schäden zuständig ist, darüber entscheiden nicht die Kontrolleure – hier sind Mieter und Vermieter gefragt.

Schimmelbildung: In zwei von drei Fällen liegt Ursache beim Mieter

Sind Feuchtigkeitsschäden beispielsweise durch eine fehlerhafte Isolierung oder einen nicht behobenen Wasserschaden entstanden, ist es Sache des Eigentümers, für rasche Abhilfe zu sorgen. Treten Schäden hingegen durch ungenügende Lüftung oder fehlerhafte Beheizung der Räumlichkeiten auf, muss der Mieter selbst handeln. Diese sind übrigens mehrheitlich für die Probleme selbst verantwortlich, so die Einschätzung der Kontrolleure des Wohnungsamtes. Bei Schimmelbildung ist in zwei Drittel der Fälle der Mieter selbst Verursacher des Schadens.

Die Wohnungsämter können bei enormen Missständen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängen und Immobilien sogar für unbewohnbar erklären.