DDIV Die Stimme
25.11.2015 - News

Finanzierung von Wohneigentum - Deutsche wollen es sicher!

Trotz der günstigen Zinsen und der vielerorts deutlich gestiegenen Immobilienpreise setzen die Käufer von Häusern und Wohnungen bei der Finanzierung auf Sicherheit. Eine gestiegene Risikoneigung beim Erwerb von Wohneigentum ist nicht zu erkennen. Das hat eine aktuelle Studie des Verbands deutscher Pfandbriefbanken ergeben.

Kreditbelastungsquote bleibt stabil

Während Eigenheimerwerber im Jahr 2012 durchschnittlich das 5,4fache ihres Jahresnettoeinkommens für eine Immobilie aufbringen mussten, liegt dieser Wert in 2015 bei 6,1. Bei selbstgenutzten Eigentumswohnungen stieg er von 4,5 auf das 5,5fache des Einkommens deutlich an. Dennoch ist die Kreditbelastungsquote (der Anteil des Netto-Haushaltseinkommens, der für Zins und Tilgung aufgewendet werden muss) aufgrund der deutlich gesunkenen Hypothekenzinsen stabil.

Keine gestiegene Risikoneigung der Käufer

Die in der ersten Hälfte des Jahres 2015 gewonnenen Daten zeigen keine höhere Risikoneigung bei Immobilienkäufern auf. Dafür spricht die weiterhin konventionelle Finanzierungsform – während sich der Anteil des Fremdkapitals beim Erwerb eines Hauses um drei Punkte auf 77 Prozent leicht erhöhte, ging die Fremdmittelquote bei der Finanzierung einer Eigentumswohnung von 80 auf 76 Prozent zurück.

Anfangstilgung nimmt zu

Die Anfangstilgung hat im Vergleich zu 2015 zugenommen. Während sie vor drei Jahren bei 2,3 Prozent lag, beträgt sie aktuell 3,1 Prozent. Aufgrund der günstigen Finanzierungszinsen sind auch die Zinsbindungsfristen gestiegen. Lag der Anteil von Darlehen mit einer Zinsbindung von mehr als zehn Jahren bei 38 Prozent, so weist die aktuelle Erhebung einen um sieben Punkte gestiegenen Wert auf.
Zur Studie: Sei 1984 untersucht der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) regelmäßig die Finanzierung von Wohneigentum. Die befragten Mitgliedsinstitute verfügen über einen Marktanteil an der Finanzierung inländischer Wohnimmobilien von 30 Prozent.

» Hier erhalten Sie weitere Informationen zur vdp-Studie „Strukturen der Wohneigentums-Finanzierung 2015"