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29.10.2014 - News

Schleswig-Holstein: Kappungsgrenze auf 15 Prozent gesenkt

In Teilen Schleswig-Holsteins wird die Erhöhung der Miete von 20 auf 15 Prozent in drei Jahren gesenkt. Dem zugrunde liegt eine Rechtsverordnung der Landesregierung, die zum 1. Dezember in Kraft tritt und für fünf Jahre gilt. Damit sollen Mietsteigerungen in Gebieten mit Wohnraumknappheit begrenzt werden. Dies gilt vor allem im Hamburger Umland und auf den Inseln des nördlichsten Bundeslandes.

Die reduzierte Kappungsgrenze kommt damit in den Kommunen Ahrensburg, Ammersbek, Bargteheide, Barsbüttel, Glinde, Helgoland, Hörnum, Kampen, Liste, Nebel, Sylt, Wedel, Wenningstedt-Braderup, Wentrof und Wyk auf Föhr zur Anwendung.

Erst seit gut einem Jahr können die Länder die Kappungsgrenzen senken – im Mai 2013 wurde das Mietrechtsänderungsgesetz eingeführt. Seitdem hat Bayern für München und 89 weitere Gemeinden die Mieterhöhung geregelt. Auch Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen (in 59 Kommunen), Bremen und Hessen (30 Kommunen) haben daraufhin eine neue Kappungsgrenze etabliert.