DDIV Die Stimme
08.04.2016 - News

Baugenehmigungen im Januar 2016 auf Rekordhoch

Im ersten Monat des Jahres wurde der Bau von über 26.000 neuen Wohnungen in Deutschland genehmigt. Im Vergleich zum Wert des Vorjahresmonats stieg die Zahl der Baugenehmigungen damit um 34,5 Prozent. Eine höhere Zahl an genehmigten hatte es zuletzt 2006 gegeben. Damit scheint sich der positive Trend in der Immobilienwirtschaft und der Anstieg der Neubauzahlen auch in 2016 fortzusetzen.

Über 50 Prozent mehr genehmigte Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden

Den höchsten Zuwachs verzeichneten Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, die durch Um- oder Ausbaumaßnahmen zu neuen Wohnungen führen. Hierdurch werden knapp 4.500 Wohnungen neu geschaffen, 52 Prozent mehr als im Januar 2015.

Verschiedentlich wird die hohe Anzahl von Baugenehmigungen auch mit einer kommenden weiteren Verschärfung gesetzgeberischer Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes (u.a. Überarbeitung der EnEV) interpretiert. Hinzu kommen weiterhin geringe Bauzinsen die Investitionshemmnisse beim Verbraucher sinken lassen.

+ 32 Prozent bei genehmigten Eigentumswohnungen

Der größte Anteil neuer Wohnungen entsteht in Einfamilienhäusern (8.200 Wohnungen; +35 Prozent im Vergleich zu 2015) und Mehrfamilienhäusern (10.600; +28 Prozent im Vergleich zu Januar 2015). Etwas mehr als die Hälfte aller im Januar 2016 genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind Eigentumswohnungen. Die Anzahl dieser stieg auf knapp 5.400 Wohnungen, womit der Vorjahreswert um 32,3 Prozent übertroffen wurde.

Das anhaltende Wachstum im Bereich der Eigentumswohnungen  spiegelt sich auch im Wachstum der Immobilienverwalterbranche wider, wie jüngste Erhebungen zeigen: Laut Umsatzsteuerstatistik stieg der Umsatz im Wirtschaftszweig „Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen für Dritte“ innerhalb von zwei Jahren um knapp 10 Prozent von 17,6 Milliarden Euro in 2012 auf 19,3 Milliarden Euro 2014.

Und auch in diesem Jahr rechnen laut 4. DDIV-Branchenbarometer viele Immobilienverwaltungen mit einer Steigerung ihres Jahresumsatzes. Fast ein Fünftel aller befragten Verwaltungen verspricht sich Mehreinnahmen von über 10 Prozent im Vergleich zu 2015. » Weitere Ergebnisse der 1. Stichprobe des DDIV-Branchenbarometers