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11.11.2014 - News

RDM: Gutachten zweifelt an Berufszugangsregelungen für Makler

Ein aktuelles gutachterliches Positionspapier, das im Auftrag der Landes- und Bezirksverbände des Ring Deutscher Makler (RDM) von Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Bub (Kanzlei Bub, Gauweiler und Partner, München) erstellt wurde, unterstreicht, dass der vom Maklerverband IVD für Makler und Verwalter gleichermaßen geforderte Sach- und Fachkundenachweis auf erhebliche Bedenken stößt.

In dem Papier betont Prof. Bub, dass die Berufe Immobilienmakler und Immobilienverwalter sehr unterschiedliche Tätigkeitsspektren umfassen. Mit Blick auf ein mögliches Gesetzgebungsverfahren zur Berufszugangsregelung sollten diese daher nicht gemeinsam betrachtet werden.

Makler sind vor allem als „Vermittler von Immobilien" tätig. Die Hauptaufgabe besteht darin, den Nachweis einer Gelegenheit zum Abschluss eines dem konkreten Maklerauftrag entsprechenden Vertrages herbeizuführen. Dagegen sind die Aufgaben des Immobilienverwalters sehr breit gefächert und gekennzeichnet durch „komplexe Dienstleistungen", so Prof. Bub in dem Positionspapier. Eine Empfehlung, die in derselben Weise die Anforderungsprofile für Makler und Verwalter regeln soll, sei daher aus sich heraus schon „verfehlt".

Kritisiert wird zudem die Forderung, eine gesetzliche Pflicht zur Weiterbildung einzuführen. Eine pauschale Handhabung sei falsch, da Makler mit Berufspraxis ihre Qualität und Kenntnisse durch ihre langjährige Tätigkeit zur Genüge unter Beweis gestellt hätten. Eine Fortbildung könne nur auf freiwilliger Basis oder im Wege einer fakultativen Spezialisierung (z.B. „Fachmakler für Gewerbeimmobilienvermittlung") erfolgen.