DDIV Die Stimme
26.11.2014 - News

Nikolaustag: Vorsicht bei zu vielen Stiefeln im Hausflur

Wie jedes Jahr, stellen zum Nikolaustag wieder eine Vielzahl von Kindern und Erwachsenen die geputzten Schuhe vor die Tür. Eine Tradition, die in Mehrfamilienhäusern jedoch zu riskanten Unfällen führen kann. Denn zu viele Schuhe und dauerhaft abgestellte Gegenstände im Treppenhaus und Hausflur sind Stolperfallen, versperren Rettungswege, gefährden Bewohner und sind damit verboten.

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V. warnt vor dauerhaft abgestellten Gegenständen in Treppenhaus und Hausflur. Gerade in den Wintermonaten bleiben Schuhe und Regenschirme oftmals im Hausflur zurück. Das macht Schule und verleitet dazu, dort auch andere Gegenstände abzulegen. So wird aus ein Paar Schuhen schnell mal ein ganzes Schuhregal. Allerdings können sich diese als Stolperfallen und Brandbeschleuniger erweisen und damit Mitbewohner wie Besucher gefährden.

Unproblematisch hingegen sind Fußmatten vor der Haustür. Bei schlechtem Wetter können dort auch vorübergehend Schuhe abgestellt werden. Allerdings gehören weder Schuhschränke, noch Garderobenständer, Getränkekästen oder Mülltüten in den Hausflur. Selbst wenn das Treppenhaus breit ist und ein Mindestabstand von rund einem Meter als Rettungsweg freigelassen wird, können Gegenstände gerade bei einem Brand oder Rauchentwicklung die Arbeit der Feuerwehr und die Rettung von Personen stark beeinträchtigen.

Wichtig: Treppenhäuser und Flure gehören zum Gemeinschaftseigentum und können von Eigentümern und Mietern genutzt werden, solange sich die Nachbarschaft nicht beeinträchtigt fühlt. Das dauerhafte Abstellen von Gegenständen im Hausflur hingegen ist untersagt. Die Hausordnung enthält zudem oft spezielle Regelungen. Der DDIV empfiehlt daher einen Blick in die Hausordnung und befürwortet vor allem gegenseitige Rücksichtnahme. Das kurzzeitige Aufstellen von Nikolausstiefeln jedoch wird sicherlich nicht zum Bruch innerhalb der Hausgemeinschaft führen.