DDIV Die Stimme
02.11.2016 - News

Kampf der Immobilienblase: Bundesregierung setzt auf Vorsicht, statt Nachsicht

Um mögliche Immobilienblasen im Keim zu ersticken, hat das Bundesfinanzministerium einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der die notwendige Stabilität im Finanzbereich gewährleisten soll. Laut Presseberichten will das Ministerium der Finanzaufsicht verschiedene Instrumente an die Hand geben, die mögliche Fehlentwicklungen auf dem Markt verhindern.

Diskutiert werden u. a. eine Obergrenze für das Verhältnis zwischen Darlehenshöhe und Immobilienwert und ein festgesetzter Tilgungszeitraum, in dem ein gewisser Anteil des Immobilienkredits zurückgezahlt sein muss. Ein entsprechendes Gesetz soll nach Plänen des Finanzministeriums noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten. Der Entwurf muss noch vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Die Pläne stießen bei Branchenverbänden aus der Immobilienwirtschaft und bei Finanzdienstleistern auf Kritik. So warnten der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) und der Verband der Sparda-Banken vor der Errichtung weiterer Hürden beim Immobilienerwerb und kritisierten die Eingriffe in individuelle Verträge als nicht zielführend und mahnten vor einer drohenden Baukreditklemme und weniger Wohnungsneubau.