DDIV Die Stimme
14.12.2016

In Deutschland stehen 1,8 Millionen Wohnungen leer

Der Anteil leerstehender Wohnungen ist 2015 weiter zurückgegangen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) berechnete, dass im zurückliegenden Jahr 4,5 Prozent aller Wohnungen leer standen. Dies entspricht rund 1,8 Millionen Wohneinheiten. Insbesondere in den Städten sind freie Wohnungen Mangelware.

Große Unterschiede zwischen Wachstums- und Schrumpfregionen

Insbesondere Regionen, in denen die Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahren rückläufig war, weisen hohe Leerstände auf. In den Flächenländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen standen demnach elf bis acht Prozent der Wohnungen leer. Demgegenüber lag die Leerstandsquote in den gefragten Metropolen Berlin, Frankfurt oder München bei unter einem Prozent.

Der Zuzug in die Städte und Ballungsräume hält auch weiterhin an. Nach Ansicht des BBSR ist es daher dringend geboten, den Neubau anzukurbeln und Planern mit der Novelle des Baurechts mehr Möglichkeiten für die Errichtungen von Wohnungen zu eröffnen. In schrumpfenden Regionen sind nach Ansicht der Forscher vor allem private und öffentliche Eigentümer angehalten, Wohnungsbestände und Wohnumfelder dauerhaft aufzuwerten, um Abwanderung zu verhindern.

Weitere Zahlen und die Leerstandsquoten der Bundesländer sind unter » www.bbsr.bund.de abrufbar.