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04.01.2017 - News

Höhere Grunderwerbsteuer in Thüringen

Die Grunderwerbsteuer in Thüringen wurde zum 1. Januar 2017 erhöht und liegt nun bei 6,5 Prozent. Der thüringische Landtag beschloss die Erhöhung noch vor der Weihnachtspause und begründete dies mit der langfristigen Konsolidierung des Landeshaushalts. Um auch Singles und kinderlosen Paaren den Eigenheimerwerb zu ermöglichen, wurde zuletzt auch über die Streichung der Steuer beim Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie diskutiert.

Ein Steuersatz von 6,5 Prozent gilt bereits in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland sowie in Schleswig-Holstein. Nur in Bayern und Sachsen zahlen Immobilienkäufer noch 3,5 Prozent.

Grunderwerbsteuer ist Bremse beim Immobilienerwerb

Die Grunderwerbsteuer ist eine beliebte Stellschraube der Bundesländer, um Mehreinnahmen zu generieren und Haushaltslöcher zu stopfen. Seit der Föderalismusreform 2006 sind die Länder berechtigt, die Höhe der Grunderwerbsteuer selbst zu bestimmen. Vor der Föderalismusreform betrug der Steuersatz bundeseinheitlich 3,5 Prozent. Die stetig steigende Grunderwerbsteuer ist vor allem für Schwellenhaushalte zu einem Hindernis beim Erwerb von Wohneigentum geworden.

CDU-Politiker bringt Streichung der Steuer ins Spiel

Pünktlich zum Start des Wahlkampfjahres 2017 äußerte der CDU-Finanzexperte und Bundestagsabgeordnete Frank Steffel jüngst den Vorschlag, die Grunderwerbsteuer beim Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie zu streichen. Anders bei einem von der Bundesbauministerin vorgeschlagenen Eigenheim-Zuschuss oder einer Neuauflage der Eigenheimzulage würden von dieser Befreiung auch kinderlose Paare und Singles nachhaltig profitieren – so Steffel.