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04.01.2017 - News

Mindestlohn, Rente oder Altersvorsorge: Was ändert sich 2017?

Seit dem 1. Januar 2017 sind zahlreiche neue Gesetze und Verordnungen in Kraft getreten, die sich auch auf die Arbeit von Immobilienverwaltungen auswirken. Ganz gleich, ob die erhöhte EEG-Umlage, die neue Flexi-Rente oder der gestiegene Mindestlohn. Hier finden Sie eine Übersicht:

Höhere Bemessungsgrenze bei der Altersvorsorge

Arbeitgeber können seit 1. Januar 3.048 Euro steuer- und abgabenfrei in Modelle der betrieblichen Altersvorsorge, z. B. Direktversicherungen, Pensionskassen oder Fonds, investieren. Unter bestimmten Voraussetzungen sind weitere 1.800 Euro jährlich steuerfrei absetzbar. Selbstständige Unternehmer, die eine Rürup-Rente abgeschlossen haben, können einen größeren Teil ihrer Beiträge als Sonderausgaben geltend machen. So stieg der steuerliche Höchstbetrag in diesem Jahr von 22.767 auf 23.362 Euro.

Alle Aufwendungen für die Altersvorsorge können nun steuerlich besser abgesetzt werden. Dies betrifft sowohl die Beiträge zur gesetzlichen Rente, als auch für Versorgungswerke. Maximal können 84 Prozent steuerlich geltend gemacht werden.

EEG-Umlage steigt

Strom aus Sonnen- oder Windenergie ist seit Jahresbeginn teurer. Die Ökostromumlage steigt von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Zudem kündigten auch die Netzbetreiber höhere Entgelte an, die ggfs. auf den Endkunden umgelegt werden. In diesem Falle lohnt es sich, vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und einen Anbieterwechsel in Betracht zu ziehen.

Neues aus dem Heizungskeller

Heizungsgeräte im Bestand müssen bereits seit 2016 über eine Energieeffizienz-Kennzeichnung verfügen. Nun ist auch der Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, fehlende Kennzeichnungen nachzuholen und die Geräte gestaffelt nach Baujahren zu etikettieren.

Flexibel ins Rentenalter: die Flexi-Rente greift ab Juli 2017

Arbeitnehmer können künftig eine Teilrente mit Teilzeitarbeit kombinieren, um länger im Beruf zu bleiben. Wer bereits mit 63 Jahren in Teilrente geht, kann ab Juli 2017 6.300 Euro neben der Rente hinzuverdienen.

Mindestlohn gestiegen

Der gesetzliche Mindestlohn liegt nun bei 8,84 Euro je Stunde – 34 Cent mehr als noch im Vorjahr.

Umzugskosten als Werbungskosten angeben

Zum 1. Februar 2017 werden die steuerlich absetzbaren Pauschbeträge für einen beruflich bedingten Umzug erhöht. Statt 746 Euro erhalten Ledige ab Februar 764 Euro und Ehepaare 1.528 Euro. Auch an den Nachwuchs ist dabei gedacht: für jede weitere im Haushalt lebende Person wird die Pauschale von 329 auf 337 Euro erhöht. Benötigt ein Kind im Zuge des Schulwechsels Nachhilfeunterricht können auch diese Kosten bis maximal 1.926 Euro abgesetzt werden.