DDIV Die Stimme
18.01.2017 - News

Immobilienfinanzierung: keine Blase in Sicht

Die Deutschen sind und bleiben solide – auch bei der Immobilienfinanzierung. Trotz steigender Haus- und Wohnungspreise und leicht anziehender Zinsen neigen die meisten Käufer nicht zu riskanten Finanzierungen. Sorgen vor einer Kreditblase sind somit unbegründet.

Preise klettern weiterhin

Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebremst. Dies geht aus dem empirica-Immobilienpreisindex hervor. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen stiegen im vergangenen Jahr deutschlandweit um 8,5 Prozent. Auch die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser kletterten vergleichbar in die Höhe. Trotz dieser Preisentwicklung ist die Angst vor einer Immobilienblase unbegründet. Dies ermittelte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie.

Deutsche Käufer planen und finanzieren langfristig

Das IW Köln ermittelte, dass deutsche Immobilienkäufer vor allem auf eine langfristige Nutzung setzen und Wohnungen nicht kaufen, um sie kurzfristig zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen, wie es beispielsweise in den USA häufig vorkommt. Dies zeige sich u. a. auch in der langen Zinsbindung von mehr als zehn Jahren, auf die viele Käufer zurückgreifen. Im ersten Quartal 2016 betrug der Anteil der Zinsbindungen von mehr als elf Jahren 47 Prozent. Hinzu kommt: die Käufer verfügten im Durchschnitt über ein etwa elf Prozent höheres Einkommen als der Durchschnitt. Jeder fünfte Neu-Eigentümer war darüber hinaus Rentner, die in der Regel ungern spekulieren und über gesicherte finanzielle Verhältnisse verfügen.