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01.02.2017 - News

Alt und ineffizient: 30 Jahre alte Heizkessel müssen nun raus

Für Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, wird es ernst: sie müssen in diesem Jahr ausgetauscht werden. Dies schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 vor. Ob die Heizung die gesetzliche Frist überschreitet, ist dem Typenschild, im Schornsteinfegerprotokoll oder den Bauunterlagen zu entnehmen. Doch es gibt Ausnahmen.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Raus aus dem Keller müssen Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt (kW). Niedertemperatur- und Brennwertkessel dürfen weiter heizen. Gebäude mit weniger als drei Wohneinheiten, die seit dem 1. Februar 2002 auch vom Eigentümer selbst bewohnt werden, fallen ebenfalls unter die Ausnahmeregelung.

In deutschen Kellern schlummert viel Einsparpotential

Die Deutschen sind ihren Heizungsanlagen treu. Eine Studie des BDEW aus dem Jahr 2014 ermittelte, dass bundesweit 21 Prozent der rund 21 Millionen Heizungen vor 1990 installiert wurden. Etwa drei Millionen Geräte sind älter als 27 Jahre. Wie viele Geräte die Grenze von 30 Jahren inzwischen überschritte haben, ist nicht bekannt, aber die „Dunkelziffer” ist hoch. In den deutschen Kellern schlummert also viel Energieeinsparpotential. Allein die Erneuerung der Brennwerttechnik ermöglicht Einsparungen von fünf Prozent bei Heizöl und bis zu zehn Prozent bei Erdgas.