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28.02.2017 - News

Raus ins Grüne: Immer mehr Deutsche zieht es ins Umland

Trends können sich bekanntlich auch umkehren. Während in den vergangenen Jahren viele Menschen vom Land in die Städte zogen, kehrt sich diese Tendenz seit 2014 langsam wieder um. Dies geht aus einer Untersuchung des LBS Infodienstes Bauen und Finanzieren hervor. In einigen Regionen verzeichne das Umland demnach wieder Bevölkerungszuwächse.

Hamburg, Stuttgart, München: auch vor den Stadttoren attraktiv

Das Hamburger und Stuttgarter Umland verbuchte jeweils knapp 1.000 Zuzüge mehr als Abwanderungen. Und auch der Münchener Speckgürtel vermeldete 4.500 mehr Zuzügler aus den Städten. Laut LBS Indofienst solle dieser Trend auch in diesem Jahr weiter anhalten.

Zurück zur Natur?

Nicht nur die anhaltend hohen Immobilienpreise in den Städten, auch soziale und emotionale Gründe ermuntern immer mehr Deutsche zu einem Leben vor den Toren der Stadt. Die Universität Bamberg ermittelte, dass insbesondere auch die „Entschleunigung“, Naturverbundenheit und der Heimataspekt eine zentrale Rolle bei der Entscheidung für ein Leben im Umland spielen.

Prognose: große Haushalte werden immer weniger

Wie wohnen wir in 20 Jahren? Das Statistische Bundesamt veröffentlichte kürzlich eine Prognose zur Haushaltsentwicklung in Deutschland. Die Ergebnisse sind eindeutig: im Jahre 2035 werden mehr Menschen in kleineren Haushalten leben und sie gehören der Generation 60 Plus an.

So werden 2035 rund 50 Millionen Menschen in Ein- oder Zwei-Personen-Haushalten leben. Knapp 26 Millionen von ihnen sind dann 60 Jahre oder älter. Demgegenüber prognostiziert das Statistische Bundesamt sinkende Zahlen bei Haushalten mit Kindern. Statt 9,9 Millionen werden in 20 Jahren nur noch 8,8 Millionen Kinderhaushalte zu verzeichnen sein. Dies sei vor allem in der Altersstruktur der Bevölkerung begründet.