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16.03.2017 - News

Baugenehmigungen 2016: Zielstellung trotz starkem Plus verfehlt

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: trotz eines Plus von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleibt die Zahl der genehmigten Wohnungen hinter der Zielstellung von 400.000 Einheiten zurück. Demnach wurden 2016 insgesamt 375.400 Wohnungen genehmigt – rund 66.700 mehr als 2015. Davon waren 316.600 Neubauwohnungen in Wohngebäuden.

Der starke Zuwachs spiegelte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor allem in  Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen wider. In diesem Segment wurden 26,6 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der genehmigten Eigentumswohnungen konnte weiter zulegen und kletterte von rund 70.500 auf 82.600. Dies entspricht einem Plus von 17,2 Prozent.

Die Zahlen sind dennoch mit Vorsicht zu betrachten, da das starke Wachstum insbesondere auf die weiterhin stark steigende Anzahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen zurückzuführen ist. Zu dieser Kategorie zählen u. a. auch Flüchtlingsunterkünfte, die in vielen Städten entstanden sind.

Dennoch bleibt die Entwicklung hinter den politischen Zielvorstellungen von 400.000 neuen Wohnungen zurück. Außerdem wird nicht jede Wohnung, die genehmigt wurde, schlussendlich auch gebaut. Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist daher nur ein vorsichtiger Indikator und sollte angesichts dessen nicht überbewertet werden.