DDIV Die Stimme
07.04.2017 - News

Neustart: Mieten- und Wohnungsbaubündnis in Berlin

Der rot-rot-grüne Senat in Berlin hat die Kooperationsvereinbarung mit den sechs Berliner Wohnungsbaugesellschaften neu aufgelegt und stärkt somit den sozialen Wohnungsbau. Das Konzept sieht u. a. vor, dass mehr als die Hälfte aller Wohnungen gefördert werden und die Modernisierungsumlage auf 6 Prozent pro Jahr gekappt wird.

Neubauförderung ausgebaut

Neubauobjekte, die ab Juli 2017 umgesetzt werden, sollen mit dieser Förderung bereits für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Die Wohnungsbaugesellschaften verpflichteten sich darüber hinaus, den frei finanzierten Wohnungsanteil im Durchschnitt für unter 10 Euro pro Quadratmeter anzubieten. Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sollen zudem 30.000 zusätzliche Wohnungen bis 2021 errichtet werden und zusätzliche 10.000 Wohneinheiten durch Bestandskäufe erworben werden.

Modernisierungsumlage gekappt

Auch die Erhöhung der Bestandsmieten wurde rückwirkend zum 1. Januar 2017 auf maximal 2 Prozent pro Jahr bzw. maximal 4 Prozent in zwei Jahren gedeckelt. Ebenfalls rückwirkend wird die Modernisierungsumlage von bisher 9 auf 6 Prozent pro Jahr gekappt. Mieter, die mehr als 30 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens für die Kaltmiete aufbringen müssen, profitieren nun von einer Härtefallregelung, so dass die aufzubringende Miete auf Antrag entsprechend angepasst wird.