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11.04.2017 - News

Studentenwohnungen in Städten immer teurer

Pünktlich zum Semesterbeginn sind viele Studierende wieder auf der Suche nach der passenden Bleibe. Doch egal, ob WG-Zimmer oder kleines Apartment: für Studenten wird es immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden, denn die Mieten steigen rasant. Das zeigt der aktuelle Studentenwohnpreisindex des IW Köln und der Deutschen Real Estate Funds (DREF).

München und Berlin an der Spitze

Besonders teuer sind typische Studentenwohnungen mit rund 30 Quadratmetern in der bayerischen Hauptstadt. Rund 634 Euro warm müssen Studierende dort für das Wohnen zahlen – 30 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. Eine ähnliche Entwicklung ist auch in Berlin zu beobachten. Dort stiegen die Mieten im gleichen Zeitraum um 42 Prozent. Am günstigsten leben Studenten in Leipzig. Hier sind rund 322 Euro Warmmiete fällig. Doch auch in der sächsischen Metropole ist ein Preiswachstum von 21 Prozent zu verzeichnen. Dies sei vor allem auf junge Berufstätige und ausländische Fachkräfte zurückzuführen, die die Preise in diesen Städten in die Höhe treiben, so die Experten des IW Köln.

Preisspirale dreht sich weiter

Ein weiterer Grund für die steigenden Mietpreise ist der nach wie vor zu geringe Neubau. In den 15 untersuchten Städten wurden zwischen 2011 und 2015 nur etwa 50 Prozent der benötigten Wohnungen gebaut. Dabei fehle es insbesondere an den bei Studenten beliebten und WG-tauglichen Zwei- und Dreizimmerwohnungen. In Anbetracht dieser Entwicklungen sei ein Ende der Preisspirale in den kommenden Jahren wohl nicht zu erwarten – so die Forscher.