DDIV Die Stimme
29.05.2017 - News

Neues Geldwäschegesetz verabschiedet

Am 18. Mai verabschiedete der Bundestag ein neues Geldwäschegesetz (GWG). Als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris, hatte die EU unter anderem die Umsetzung der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie vorgezogen. Im Immobiliensektor sind Makler regelmäßig vom Geldwäschegesetz betroffen.

Seit dem Jahr 2002 gehören Immobilienmakler zu den sogenannten Verpflichteten des Geldwäschegesetzes, die bei Geschäften besondere Sorgfalt walten müssen, um nicht ungewollt zur Geldwäsche oder Finanzierung des Terrorismus beizutragen. Makler sind daher dazu verpflichtet die Identität der Kunden zu überprüfen. Das neue Gesetz bedeutet für die Makler nun eine kleine bürokratische Erleichterung.

Denn im neuen Geldwäschegesetz müssen Makler nun erst bei der Bekundung eines ernsthaften Kaufinteresses nach dem Personalausweis des Kunden fragen und nicht wie bisher bereits beim Besichtigungstermin oder in manchen Fällen sogar früher. Ein ernsthaftes Kaufinteresse liegt demnach vor, wenn eine der Kaufvertragsparteien von der anderen den Kaufvertrag erhalten hat. Weiterhin zeigt auch eine Reservierungsvereinbarung, ein Vorvertrag oder eine Reservierungsgebühr ein ernsthaftes Kaufinteresse an.