DDIV Die Stimme
02.10.2017

Nachgefragt beim Drittplatzierten Immobilienverwalter des Jahres 2017

Von der großen Bühne in den DDIVnewsletter: Im Kurz-Interview mit Sven Kubal, Geschäftsführer der BGV Unternehmensgruppe und Drittplatzierter der diesjährigen Ausschreibung zum Immobilienverwalter des Jahres, möchten wir möchten wir erfahren, welche Bedeutung die Auszeichnung für das Unternehmen hat und wie er die Branche für die digitale Zukunft aufgestellt sieht.



Herr Kubal, haben Sie in Ihren Büroräumen einen Platz für den bronzenen Pokal gefunden?

Selbstverständlich, er steht gleich neben dem Platz 1 aus 2014, ganz prominent in unserem Empfangsservice.

Sie standen 2014 bereits schon einmal ganz oben auf dem Treppchen. Wie haben Ihre Kunden nun auf den dritten Platz reagiert? Welche Resonanz haben Sie in den vergangenen drei Wochen erfahren?

Wir sind jedes Mal erstaunt, wie schnell uns unsere Kunden darauf ansprechen. Es dauert keine zwei Tage und schon erhalten wir die ersten Glückwünsche. Die Resonanz ist mehr als positiv.

24 Stunden – 7 Tage die Woche: Ihre Kunden können mit einer innovativen Cloud-Lösung quasi rund um die Uhr auf relevante Objektdaten zugreifen. Wie wirkt sich das auf den Verwaltungsalltag aus?

Aller Anfang ist schwer. Diese Weisheit trifft auch hier zu. Unsere Kunden und unsere Mitarbeiter müssen sich an diese neuen Prozesse und digitalen Lösungen gewöhnen. Das braucht Zeit und einige zusätzliche Gespräche. Allerdings spüren wir schon jetzt das zeitliche Potential, welches sich daraus ergibt. Monetäre Effekte erwarten wir erst nach ca. einem Jahr.

Wie sehen Sie die Immobilienverwaltungsbranche generell für die Herausforderungen der Digitalisierung aufgestellt?

Unsere Branche ist historisch gesehen recht traditionell aufgestellt, daher sind die meisten vorsichtig und zaghaft. Es gibt viele innovative Einzellösungen, die für sich gut sind, aber in Kontext unserer ERP Landschaften schwierig zu implementieren sind. Wir müssen mit der notwendigen Skepsis und Klarheit digitale Lösungen prüfen und bewerten. Nur weil es geht, muss es nicht gut sein für uns. Der Fokus Mensch muss wieder geschärft werden.

Welche Modelle und Lösungsansätze halten Sie darüber hinaus noch für wirkungsvoll zur Verwaltung kleiner und sehr heterogener WEG?

Der Erstplatzierte des Jahres hat es eindrucksvoll gezeigt. Ergänzend dazu erachte ich drei Aspekte für besonders wichtig:

  1. Hoher Grundstock des Honorars - zumeist als Pauschale
  2. Ein klar definiertes Vertragswerk mit Minimalleistungen der Grundversorgung
  3. Die Definition von Sonderhonoraren bei klaren Fällen

Wir müssen uns unserer Leistung bewusst sein und dies auch potentiellen Kunden gegenüber kommunizieren. Leistung muss sich wieder lohnen.

Ihr Unternehmen knackte kürzlich 20.000 Einheiten-Marke. Wo sehen Sie für Ihr Unternehmen noch Verbesserungsbedarf? Haben Sie für das kommende Jahr bereits neue Projekte geplant?

Wir haben stetig und ständig Verbesserungsbedarf, alleine unsere jährliche Prüfungsvorbereitung der ISO Zertifizierung zeigt uns immer wieder auf, wobei wir besser werden können. Wir nehmen Rückmeldungen unserer Kunden und Mitarbeiter sehr ernst und stellen uns darüber hinaus dieses Jahr erstmalig der ISO Prüfung 2015, die noch strengere und engere Qualitätsstandards vorgibt. Das ist ein großes Projekt für uns, aber auch ein Gutes, das bereits weit über das Jahr 2018 hinausgeht. Wir freuen uns auf 2018 und irgendwie fehlt jetzt noch der Platz 2, wer weiß.

Herr Kubal, vielen Dank für das Gespräch.

In der kommenden Ausgabe lesen Sie, welche Bedeutung die erneute Auszeichnung mit dem 2. Platz für die Geschäftsführerin der Krase Hausverwaltung aus Hamburg hat.

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