DDIV Die Stimme
05.01.2015 - News

KfW-Förderung: Sanierte Wohnungen sparen jährlich 750.000 t CO2 ein

Dank der KfW-Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren konnten 2013 rund 400.000 Wohnungen gefördert werden. Die damit erzielten Einsparungen der CO2-Emissionen beziffern sich laut des Institutes für Wohnen und Umwelt (IWU) und des Fraunhofer-Institut IFAM auf jährlich knapp 750.000 Tonnen – dies entspricht in etwa dem jährlichen CO2-Auststoß von 300.000 PKW. Durch die Sanierungen konnte auch der Energieverbrauch um gut 2.000 Gigawattstunden reduziert werden.

Die Bedeutung Energetischer Sanierungsmaßnahmen wird mit diesen Werten einmal mehr sichtbar. Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Bedeutung des Immobilienverwalters als Initiator und Koordinator energetischer Sanierungsmaßnahmen hin. Mit einem Gesamtbestand von 9 Millionen Eigentumswohnungen, von denen rund 70 Prozent als unsaniert gelten, kommt ihm eine enorme Bedeutung beim Gelingen der Klimawende zu. Schätzungen zufolge liegt die Sanierungsquote von Wohnungseigentümergemeinschaften bei unter 0,6 Prozent und unterschreitet damit die für eine erfolgreiche Energiewende avisierte Quote von 2,0 Prozent deutlich. Um das Sanierungstempo zu erhöhen, fordert der DDIV ein konsequentes Handeln auf Seiten der Politik. Der Anfang Dezember vorgestellte Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung ist ein möglicher Schritt in die richtige Richtung. Als zentrale Sofortmaßnahmen sieht er die Erhöhung des Fördervolumens für die Gebäudesanierung und die steuerliche Abschreibung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich vor. Letztere Maßnahme wird derzeit zwischen einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern ausverhandelt.

Mit diesen und anderen Maßnahmen will die Bundesregierung ihr Klimaziel von 40 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen bis 2020 erreichen. Die Details des Aktionsplanes werden die Bundesländer regeln. In den Maßnahmen unberücksichtigt bleibt allerdings die Vermittlerrolle der Verwalter. Hier bedarf es neuer Anreize für den Immobilienverwalter.