DDIV Die Stimme
02.05.2018

Deutschland wächst regional unterschiedlich

Die Bevölkerung Deutschlands wächst – aber nicht überall. So das Ergebnis einer aktuellen Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Wenig überraschend: Besonders stark wuchs die Bevölkerungszahl in den 66 kreisfreien Großstädten. Dünn besiedelte Landkreise schrumpfen dagegen.

Stadt vs. Land: Wachstum und Rückgang

282 der 401 untersuchten Landkreise und kreisfreien Städte gewannen zwischen 2010 und 2016 Bevölkerung hinzu. Allein die 66 kreisfreien Städte wuchsen in diesem Zeitraum um 1,35 Millionen Einwohner – dies entspricht einem Plus von 5,9 Prozent. Zwischen 2000 und 2010 lag der Zuwachs bei nur 240.000 Einwohnern. Gemessen an ihrer Einwohnerzahl wuchsen in den untersuchten sechs Jahren insbesondere Leipzig (+ 13,7 Prozent), Darmstadt (+ 11,4 Prozent) und Münster (+ 10,8 Prozent). Während die Ballungsräume wachsen, schrumpfen einige sehr dünn besiedelte Kreise abseits der Zentren weiterhin. So ging die Bevölkerungszahl besonders im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt (- 6,2 Prozent) oder im Altenburger Land in Thüringen (- 5,8 Prozent) zurück.

Wo Deutschland am ältesten ist

Das BBSR untersuchte auch den Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsentwicklung und der Altersstruktur in den verschiedenen Regionen. Dabei zeigte sich: Die Großstädte profitieren vom anhaltenden Zuzug junger Menschen. In diesen Regionen liegt das Durchschnittsalter bei 42,4 Jahren. In ländlichen Regionen ist die Bevölkerung durchschnittlich 45,2 Jahre alt. In den dünnbesiedelten Landkreisen sind die Menschen dagegen deutlich älter. Im Landkreis Mansfeld-Südharz beträgt das Durchschnittsalter der Bevölkerung 49,3 Jahre – jeder vierte hier ist mindestens 65 Jahre alt. Am jüngsten ist die Bevölkerung in den Universitätsstädten Heidelberg (39,7 Jahre) und Freiburg (39,9 Jahre).

Ausführliche Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung stehen auf den » Internetseiten des BBSR zur Verfügung.