DDIV Die Stimme
09.05.2018 - News

Smart-Home: Verbraucher wünschen sich mehr IT-Sicherheit

Jeder sechste Deutsche nutzt bereits Smart-Home-Anwendungen. Skepsis herrscht jedoch bei Datenschutz und Datensicherheit. Laut einer Erhebung der dena sehen Verbraucher in Smart-Home-Lösungen durchaus Potenzial, fühlen sich aber nur unzureichend über die möglichen Risiken informiert.

Mehr als 60 Prozent der Befragten bemängeln, das Anbieter von Smart-Home-Konzepten nur unzureichend über Datenschutz und IT-Sicherheit sowie Anwendungsfehler und Kosten informieren. Konkret gaben 64 Prozent an, dass sie Datendiebstahl für eine realistische Gefahr bei der Anwendung von vernetzten Haushaltsgeräten halten. 60 Prozent fürchten Eingriffe in das heimische Netzwerk durch Fernsteuerungen. Fast ebenso viele Befragte (59 Prozent) gaben an, sich vor Hackerangriffen auf ein automatisiertes Türsystem zu fürchten.

Mehr Sicherheit durch gesetzliche Vorgaben?

Um die IT-Sicherheit und den Datenschutz von Smart-Home-Produkten besser bewerten zu können, wünschen sich 57 Prozent der Befragten höhere gesetzliche Vorgaben und mehr Kontrolle der Datenschutzrichtlinien. Das Einführen von Zertifikaten oder Gütesiegeln für Produkte und Anbieter erachten 31 Prozent für zielführend.

Datenschutz allein nicht kaufentscheidend

Dennoch landen IT-Sicherheit und Datenschutz nur im Mittelfeld (46 und 43 Prozent) der für den Kauf ausschlaggebenden Faktoren. Spitzenreiter ist mit 71 Prozent die Kompatibilität der Geräte, auf Rang zwei folgen Energieeinsparungen (61 Prozent).

Über die Befragung

Die Studie ist nicht repräsentativ. Befragt wurden insgesamt 507 Verbraucherinnen und Verbraucher im urbanen Raum im Alter zwischen 25 und 40 Jahren. Sie entstand im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten dena-Projekts „Analysen und Dialogprozesse zur Unterstützung der Digitalisierung im Bereich Energie, Energieeffizienz und erneuerbare Energien“, kurz: DIGI4E.

Zu einem ähnlichen Ergebnis wie die dena gelangte übrigens auch eine Studie von Researchnow im Auftrag von Deloitte, über die der » DDIV bereits berichtete.