DDIV Die Stimme
29.01.2015 - News

DDIV vertritt Verwalterbranche beim BID-Neujahrsempfang


(c) Urban Ruths/BID

Rund 350 Gäste aus Wirtschaft und Politik folgten am vergangenen Mittwoch der Einladung der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland zu ihrem Neujahrsempfang ins Humboldt Carré nach Berlin. Die Verwalterbranche wurde durch zahlreiche Vertreter des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) repräsentiert, die mit den anwesenden Staatssekretären sowie zahlreichen Abgeordnete und Mitarbeitern aus den zuständigen Ministerien ins Gespräch kamen. Der DDIV ist Mitglied in der BID und vertritt als einziger Verband die Interessen der Haus- und Immobilienverwalter.

Immobilienwirtschaft warnt vor Überregulierung des Wohnungsmarktes

Der Jahresempfang stand ganz im Zeichen des Dialogs. Die in der BID organisierten Verbände warnten vor einer Überregulierung des Wohnungsmarktes und betonten, dass die großen bau- und wohnungspolitischen Herausforderungen nur durch gemeinsam erarbeitete Lösungen von Politik und Wirtschaft zu bewältigen seien. Die Interessenvertretungen setzen große Erwartungen in das „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ mit der Baukostensenkungskommission. Immerhin sei die Initiative des Bundesbauministeriums als klares Bekenntnis zum dauerhaften, partnerschaftlichen Dialog zu verstehen.

Bevor der Wohnungswirtschaft weitere Regulierungen auferlegt würden, müssten zunächst die wahren Preistreiber identifiziert und sämtliche gesetzliche Vorhaben auf Wirtschaftlichkeit und Effektivität geprüft werden. Genannt wurden die Kappungsgrenze, Mietpreisbremse, Grunderwerbsteuer, Grundsteuer und die EnEV. Natürlich müsse auch das Baurecht auf den Prüfstand gestellt werden, insbesondere die Stellplatzverordnung oder die Abstandsflächen.

Die Immobilienwirtschaft formulierte schließlich drei zentralen Forderungen an die Politik: Es dürfen erstens keine weiteren Regulierungen mehr eingeführt werden, bevor nicht zweitens die Ergebnisse umfassender Evaluierungen vorliegen, um drittens zu einer für die Immobilienwirtschaft unverzichtbaren Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen zu kommen, so die Verbände.

Branche ist wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Iris Gleicke erklärte in ihrem Grußwort: „Die deutsche Immobilienwirtschaft hat nicht nur die Finanz- und Wirtschaftskrise sehr gut überstanden. Sie ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland und zählt mit 4 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu den wichtigsten Arbeitgebern in Deutschland. Ich bin zuversichtlich, dass die Immobilienwirtschaft dank ihrer Erfahrungen und Expertise auch für künftige Aufgaben gut aufgestellt ist. Das stimmt auch mit Blick auf das Gelingen der Energiewende sehr zuversichtlich."

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstrich die Bedeutung, die die BID im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen und als Mitglied des Wohnungswirtschaftlichen Rates einnimmt. Nur mit einer gemeinsamen Zielrichtung sei man in der Lage, möglichst schnell Lösungen herbeizuführen.

Bild oben: Die Präsidenten der BID-Mitgliedsverbände beim Neujahrsempfang mit StS Iris Gleicke und StS Gunther Adler (c) Urban Ruths/BID

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BID-Neujahresempfang 2015