DDIV Die Stimme
11.02.2015 - News

Brandenburg: Fördermittel für Stadt- und Wohnungsbau geplant

Das Land Brandenburg will künftig den Städtebau stärker fördern. Bis zum Jahr 2018 sollen vier Modellstädte von dem Vorhaben profitieren: Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder, Wittenberge und Wittstock erhalten 76 Millionen Euro Fördermittel für Stadt- und Wohnungsbauvorhaben. So will das Bundesland den sinkenden Einwohnerzahlen aufgrund des demografischen Wandels und der Abwanderung junger Erwachsener gegensteuern.

Die Mittel des Fördertopfes sollen unter anderem sozialverträgliche Mieten und moderne Energiekonzepte gewährleisten. Ein weiteres Ziel ist es, die Innenstädte der Modellregionen zu beleben und so für die Bewohner auch nachhaltig attraktiv zu gestalten.

Der DDIV befürwortet die Förderung für die Steigerung der Attraktivität der Brandenburger Modellstädte. Allerdings fordert der Spitzenverband der Deutschen Verwalterwirtschaft die Bedeutung des privaten Wohnungseigentümers für den Erhalt und Ausbau des Wohnungsbestandes nicht zu unterschätzen. Zwar verfügt Brandenburg mit einem Anteil von 9,3 Prozent Eigentumswohnungen bundesweit über den geringsten Bestand und sollte daher  auch über eine verstärkte Förderung dieser Eigentumsform nachdenken. So plädiert der DDIV bereits seit langem für eine vereinfachte Kreditvergabe für energetische Sanierungsmaßnahmen und altersgerechten Umbau an Wohnungseigentümergemeinschaften. Immer mehr Bundesländer, unter ihnen Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein übernehmen Landesbürgschaften für Wohnungseigentümergemeinschaften. Nur so kann der WEG-Sanierungsstau behoben und dazu beigetragen werden, dass auch Problemregionen umfassend und nachhaltig an Attraktivität gewinnen.