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04.07.2018 - News

Leben in der Stadt liegt im Trend

Stadt oder Land? Die Bertelsmann Stiftung untersuchte aktuelle Trends der Bevölkerungsbewegung – von großen Metropolen bis hin zu ländlichen Regionen. Das Ergebnis: Das Leben in der Stadt liegt im Trend. Vor allem Klein- und Mittelstädte und die „Speckgürtel“ der Großstädte profitieren vom Bevölkerungszuzug. » Lesen Sie hier mehr…

Im Gegensatz zum Wachstumstrend in den Städten setzt sich in ländlichen Regionen eine kontinuierliche Abwanderung dünn besiedelter Gebiete fort. Besonders betroffen sind strukturschwache Räume.

Die Gründe für die Bevölkerungsbewegung sind vielfältig: vom Umzug wegen eines neuen Arbeitsplatzes bis hin zum Wunsch, im Alter in der Nähe der Kinder zu leben. Auch die steigenden Mieten in den Metropolen sind ein starker Treiber für Wanderungsbewegungen. Dabei zeigen sich große Unterschiede je nach Altersklasse: Während vor allem junge Menschen, die eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren, in die Städte ziehen, siedeln sich Familien vermehrt in kleinen und mittleren Städten an.

Damit diese Regionen auch künftig attraktiv bleiben, brauche es eine funktionierende Infrastruktur, so das Bertelmann Institut. Hier seien die Kommunen in der Pflicht, Investitionen nicht zu vernachlässigen und eine moderne Stadtplanung voranzutreiben. Ohne Hilfe des Bundes sei dies nicht zu schaffen, so die Experten der Stiftung.

Über die Studie

Für die Auswertung hat das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung das aktuelle Wanderungsgeschehen auf Basis eines umfangreichen Datensatzes untersucht; er enthält Informationen über Fortzüge, Zuzüge und Wanderungssalden für die Jahre 2006 bis 2015 zu rund 1,2 Millionen Wanderungsströmen von den Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern in alle Kreise des Bundesgebietes.