DDIV Die Stimme
31.07.2018

Grüne wollen das Bestellerprinzip auf den Immobilienkauf ausweiten

Wer bestellt, der zahlt! Wer eine Wohnung oder ein Haus kauft, soll nach dem Willen der Grünen künftig nicht mehr für den vom Verkäufer beauftragten Makler zahlen. Sie wollen das Bestellerprinzip auch auf den Immobilienerwerb ausweiten.

„Maklergebühren müssen von denjenigen gezahlt werden, die eine Immobilie verkaufen, und nicht von den Käufern”, begründete Katrin Göring-Eckardt den Vorstoß ihrer Fraktion. In den meisten Bundesländern liege die Maklergebühr bei rund sieben Prozent des Kaufpreises und damit weit über dem europäischen Durchschnitt, so die Grünen weiter. Die Grünen wollen die Maklerprovisionen daher auch gesetzlich auf zwei Prozent deckeln. Eine Ausweitung des seit 2015 für Mietwohnungen geltenden Bestellerprinzips sei den Grünen zufolge zielführender als das Baukindergeld, das lediglich Mitnahmeeffekte erzeuge.

Bei Mietwohnungen gilt das Bestellerprinzip bereits seit 2015. In der Regel zahlt der Vermieter den Makler. Auch ein Umlegen der Maklerprovision auf die Miete ist nicht gestattet.

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